Ehrlich währt am längsten!

hatte ich mir bisher immer so gedacht, aber man lernt schliesslich niemals aus. Auf Grund des immensen volkswirtschaftlichen Schadens durch die überwiegend korrupten Mediziner, die ihr Heil in den finanziellen Segnungen der pharmazeutischen Industrie suchen,mußte unbedingt ein Antikorruptionsgesetz für das Gesundheitssystem her.

(Ob es ähnliche Probleme auch in anderen Bereich gibt, ist mir irgendwie nicht so geläufig!)

Auch ich selbst habe schon des Öfteren Vorträge ausgearbeitet und diese bei Fortbildungsveranstaltungen gehalten, was durchaus auch von Pharmafirmen finanziell unterstützte wird, ohne das dort eine Werbeveranstaltung für bestimmte Produkte vorausgesetzt wird. Das Ausarbeiten eines solchen Vortrags ist eine zeitintensive Angelegenheit und bedarf einiges an Recherche und ausgefeilten Formulierungen. Die Honorierung für solch ein Werk liegt dann ungefähr bei 600 €.

Mittlerweile haben die Pharmafirmen einen Transparenzkodex erstellt, in dem sämtliche Zahlung an Ärzte ins Netz gestellt werden, natürlich nur von den Ärzten, die das auch genehmigen. Da ich der Meinung war, nichts zu verstecken, habe ich mein Ja zu dieser Veröffentlichung gegeben, in der Annahme, dass hierdurch ein Einblick in die Legalität dieser Zuwendungen ermöglicht wird.

Weit gefehlt!!!  Jetzt mußte ich erfahren, dass mein  Name, wie viele anderer Kollegen in der Korruptionsliste des Spiegels auftaucht mit der Unterstellung, dass ich gegen Geldzuwendungen bestimmte überteuerte Präparate von ausgesuchten Firmen vermehrt verordnet hätte. Dass dies wissentliche Falschmeldungen sind, scheint die Spiegelredakteure nur wenig zu interessieren und schon schiessen die Angebote diverser Anwaltskanzleien aus dem Boden, die ihre Hilfe bei der zu erwirkenden einstweiligen Verfügung aus lauter Nächstenliebe anbieten.

Fazit: Verweigere ich meine Zustimmung zu den Veröffentlichung mache ich mich verdächtig.

Gebe ich mein Einverständnis zum Einblick in die Daten  bin ich korrupt! 

Klassischer Fall von Schach Matt!